Heinz-Christian Strache erschien am Mittwoch etwas unpünktlich zur Verhandlung am Wiener Landesgericht, wo zunächst ausschließlich die Causa um eine Lebensversicherung auf Parteikosten verhandelt wird.

Der Prozess, für den das Gericht bisher sechs Verhandlungstage bis zum 2. anberaumt hat, rückt den geschassten Parteichef erneut ins Zentrum der Justiz. Konkret geht es um Lebens- und Rentenversicherungen, in die die Wiener FPÖ hohe Beträge für ihre früheren Frontmänner einzahlte – nicht nur für Strache, sondern auch für Hilmar Kabas. Die Wiener FPÖ hatte die Versicherung auf Erleben und Ableben 2007 für ihren damaligen Obmann Strache auf die Dauer von zehn Jahren abgeschlossen. An Strache wurde die einst für Kabas abgeschlossene Versicherung am 1. Oktober 2007 übertragen, mit geplantem Rentenbeginn zehn Jahre später. Ein "Nachtrag" aus dem Jahr 2016 weist eine Prämie von 910.389,42 Euro, also knapp einer Million Euro, aus.