Nach dem Tod von elf Rehkitzen auf einer Wiese bei Lichtenau im Landkreis Mittelsachsen ermittelt die Polizei wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutz- und das Bundesnaturschutzgesetz, nachdem ein Anwohner Strafanzeige gegen eine Agrarfirma erstattet hat.
Auf einer Wiese bei Lichtenau sind am Pfingstmontag elf junge Rehkitze durch Mähmaschinen getötet worden. Anwohner Nico Haberkorn schilderte gegenüber MDR SACHSEN, er und seine Familie seien auf das Ausmaß des Geschehens aufmerksam geworden, weil Greifvögel kreischend über den Kadavern kreisten. Die erschreckende Szene ereignete sich auf einer Fläche, die laut Haberkorn zur landwirtschaftlichen Genossenschaft in Claußnitz gehört.
Haberkorn sagte, die Anwohner hätten die Verantwortlichen der Genossenschaft bereits eine Woche zuvor darauf hingewiesen, dass sich zahlreiche junge Rehkitze auf der Wiese aufhielten. Diese Warnungen seien jedoch ignoriert worden. Am Pfingstmontag seien die Tiere dann bei den Mäharbeiten buchstäblich überrollt worden. Haberkorn brachte die Lage mit dem drastischen Ausdruck "Rehkitze geschreddert" auf den Punkt.
